Die Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser hat eine Einigung in Sachen Salzfracht erzielt. Dies wurde Dienstag auf einer Pressekonferenz der thüringischen Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) bekannt.

Die betroffenen Minister haben sich auf den Entwurf eines gemeinsamen Bewirtschaftungsplans 2015-2021 für die Weser zur Reduzierung der Salzlast verständigt und sich dabei anspruchsvolle Ziele gesetzt.

„Wir freuen uns, dass die Gespräche endlich zu einer Einigung geführt haben“, bewertet der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Hubertus Fehring die Ankündigung der FGG grundsätzlich positiv. „Wenn der Zielwert von 300 mg/l am Pegel Boffzen im Jahr 2017 wirklich erreicht werden sollte, wäre das durchaus ein Erfolg. Doch zunächst müssen den Worten auch Taten folgen, denn die Werra wird ihre Salzfracht nicht durch politische Willensakte los, sondern nur durch realistische Reduzierungsschritte, die mit K+S gemeinsam umgesetzt werden müssen.“

Fehring und die CDU-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen drängen seit Monaten den grünen Umweltminister Remmel, geeignete Maßnahmen durchzusetzen, um die EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen und von dem zeit- und kostenintensiven Bau einer Nordseepipeline zugunsten einer technischen Vor-Ort-Lösung abzusehen. Daher fordern die Christdemokraten: „Remmel muss offenlegen, welche konkreten Maßnahmen der Bewirtschaftungsplan der FGG vorsieht. Wir haben daher einen Antrag gestellt, dass der Minister in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am 25. März erklären soll, was geplant ist.“