Auf Initiative der CDU-Fraktion beriet der nordrhein-westfälische Landtag in seiner heutigen Sitzung den Antrag „Zuverlässige Biogasenergiequellen im ländlichen Raum erhalten" mit der Drucksachennummer 16/11435. Hintergrund des Antrags sind Befürchtungen, dass im EEG-Entwurf 2016 keine verbindliche Anschlussregelung für die Zeit nach Ablauf der 20-jährigen Festvergütung vorgesehen ist.

Redner von Seiten der CDU und Initiator des Antrags war der heimische Abgeordnete Hubertus Fehring. Es war sein Anliegen, die Energiequelle unter den Erneuerbaren in den Fokus zu rücken, die am effizientesten eingesetzt werden kann, aber leider bei den Überlegungen zum EEG 2016 in Berlin unter die Räder zu geraten droht.

„Diejenigen, die argumentieren, dass nach 20-jähriger Festvergütung dieser Sektor zu Marktbedingungen erzeugen müsse, übersehen, dass angesichts der Strompreise an der Börse von unter 3 Cent keine Stromerzeugung aus Biogas möglich sein wird", so der CDU-Landtagsabgeordnete Fehring. „Im Gegensatz zu Sonne oder Wind fallen für die notwendige Biomasse Erzeugungskosten an."

Diesen Kosten stünden allerdings erhebliche Vorteile gegenüber, so Fehring weiter. „Biomasseanlagen sind in der Lage, ganzjährig Strom und Wärme zu liefern. Aktuell liefern diese Anlagen rund 45 TWh pro Jahr und somit 23%  des erneuerbaren Stroms in Deutschland auch bei Dunkelheit und Windstille."

Zudem machte er auf die regionale Wertschöpfung von Biogasanlagen aufmerksam, da diese Aufträge u.a. an Lohnunternehmer und Handwerker generieren. Allein für Nordrhein-Westfalen hat Fehring ein Volumen von 168 Mio. € pro Jahr ermittelt.

In der Plenardebatte unterstützten die Redner von SPD, Grünen und FDP zwar das Hauptanliegen der CDU, nämlich den Erhalt der Bestandsanlagen, verweigerten dem Antrag insgesamt aber ihre Zustimmung.