Die Vorkommnisse in der Dösseler Flüchtlingsunterkunft sind bedauerlich und bedürfen der Aufklärung. Sie zeigen auch, in welch brisante Situation unsere Polizeibeamt/innen geraten können. Auf der einen Seite wird von ihnen die Durchsetzung unserer Rechtsnormen erwartet, andererseits wird ihr Handeln äußerst kritisch beurteilt.

Im Dösseler Fall sind die Presseartikel und die Aussagen des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden wenig hilfreich, tendenziös und parteipolitisch motiviert. Überschriften wie „Kritik am Vorgehen der Polizei“ (19. März), „SPD fordert Suspendierung der Polizei“ (21. März) folgt dann am 22. März der Bericht: „Es ist am Ende nicht alles so, wie es am Anfang scheint“.

Der Brief der ehrenamtlichen Helferin offenbart nun das Verhalten der syrischen Mutter und flugs erklärt Christoph Dolle „Vorverurteilungen nach allen Seiten zu unterlassen“. Wer hat denn hier bisher unverhohlen vorverurteilt?

Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende sollte sich bei den Polizeibeamten und dem Landrat entschuldigen.