Die SPD in Marienmünster und der Umweltarbeitskreis der Kreistagsfraktion pflegen offenbar die unsachlichen Argumente Derjenigen, die entweder aus Unkenntnis oder aus ideologischen Gründen gegen den Naturdünger Gülle zu Felde ziehen.

Den Artikel durchzieht wie ein roter Faden der Vorwurf, dass die Landwirtschaft beim Düngen mittels Gülle das Grundwasser belaste und die gesetzlichen Vorgaben (Düngeverordnung) nicht ausreichend beachte. Hier wird einfach falsches (ungesetzliches) Verhalten unterstellt.

Welche sachlichen Gründe sprechen gegen den ordnungsgemäßen Einsatz des aus anderen Regionen zugeführten Flüssigdüngers? Unsere Ackerbauern können Kosten für Mineraldünger einsparen und helfen mit, dass in „Gülleüberschussregionen“ die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

In diesem Zusammenhang von „Profit-Maximierung“ zu reden zeigt die Unkenntnis des SPD-Arbeitskreises. Hier wird bewusst das wirtschaftliche Verhalten einer Vielzahl von bäuerlichen Betrieben diffamiert. Haben die Verfasser einmal darüber nachgedacht, dass der Flüssigmisteinsatz erheblich dazu beiträgt, die weltweit knappen Phosphatvorkommen zu schonen und den umweltbelastenden Abbau zu mindern.

Im Hinblick auf den „Wasserzukauf in anderen Kommunen“ sollte die SPD doch bitte die betroffenen Städte benennen. Bezüglich der Wasserqualität in Borgentreich empfehle ich einen Blick in die Geschichte: Ausgangspunkt für den Wasserbezug aus dem Reinhardswald waren nicht die Nitrate, sondern ganz klar der überhöhte Kalkgehalt der heimischen Brunnen.