Höxter. Der Ausflug der OWL-Grünen ins hessisch-thüringische Kaliabbaugebiet mit der Besteigung der Abraumhalde („Monte Kali“) hat trotz der Weitsicht keine neuen Einsichten hervorgebracht. Martina Denkmer, Ute Koczy und der grüne Umweltminister in Düsseldorf wünschen sich offenbar immer noch die Nordseepipeline, diese lehnt neben den Betroffenen an der Küste der niedersächsische grüne Umweltminister ab.

Die grüne hessische Umweltministerin wiederum nimmt in Kauf, dass mit ihrem Vierphasenplan die Salzabwässereinleitung in die Oberweser erfolgen könnte.

Wo hier die von Frau Koczy dargestellten Erfolge der beteiligten grünen Umweltminister liegen, erschließt sich dem sachkundigen Leser nicht. Warum unterstützen die OWL-Grünen nicht die bekannten technischen Lösungen zur Eindampfung der Kaliabwässer vor Ort (z.B. das K-UTEC-Verfahren)?

Leider haben erst die Wasserrahmenrichtlinie der EU und das dem entsprechende Verwaltungshandeln der Bezirksregierung in Kassel die K+S-Verantwortlichen aufgeschreckt.

Sehr bedauerlich ist auch, dass der Kaliproduzent in der Vergangenheit mit Hinweisen auf die Arbeitsplatzsituation in Osthessen den Umweltbelastungen nicht die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt hat. Dennoch gilt, wer die 4.500 gut bezahlten K+S-Arbeitsplätze wirklich erhalten möchte, wird an Kompromissen bei der Produktionsabwässerentsorgung nicht vorbeikommen.