In einer Kleinen Anfrage hatte der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Hubertus Fehring nachgefragt, wie das Umweltministerium Entschädigung und Förderung von Präventionsmaßnahmen in Wolfsgebieten ausgestalten will. Nach Erscheinen der entsprechenden Förderrichtlinie, erhielt er darauf eine Antwort.

Demnach beinhalten die Förderrichtlinien Wolf eine Entschädigungsregelung, die neben der Entschädigung der unmittelbaren Tierverluste bei einem Wolfübergriff auch weitere Entschädigungen vorsieht: Tierarztkosten im Falle von Behandlung oder Einschläferung verletzter Tiere, Tierkörperbeseitigung, Sachschäden an Zäunen und Schutzvorrichtungen, Untersuchungen von tot aufgefunden Schafen und Ziegen sowie Tierverluste durch Verwerfen.

Weiter sehen die Förderrichtlinien Präventionsmaßnahmen vor, nach denen 80% der Ausgaben für die Optimierung von Standardschutzzäunen sowie die Anschaffung von Herdenschutzhunden gefördert werden. Die Richtlinien umfassen nicht die Rinder- und Pferdehaltung – können aber auf diese Tierarten zugelassen werden.

Die Richtlinie unterliegt den EU-Beihilfevorgaben. Eine Evaluierung ist in 5 Jahren vorgesehen.

Förderrichtlinien sehen nie einen Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung vor. Dementsprechend sieht auch der Runderlass des Ministeriums keinen Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung vor.